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Akzeptanz-Commitmenttherapie Therapie (ACT)

Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) gehört zu den neuesten Behandlungsansätzen der Verhaltenstherapie. Demnach entsteht psychisches Leiden durch (unbewusste) mangelnde Bereitschaft unangenehme Gedanken, unerwünschte Gefühle und schmerzhafte körperliche Zustände zu erleben.

Unser Verständnis von Krankheit und Gesundheit trägt dazu bei, dass wir zu wenig bereit sind, unangenehme innere Prozesse zu akzeptieren. Wir definieren Gesundheit und emotionale Stabilität durch Abwesenheit belastender und unerwünschter innerer Reaktionen. Unangenehme Gefühle und Gedanken werden in der Folge dieses Verständnisses als toxisch und gefährlich erlebt. Folglich versuchen wir permanent, diese zu steuern und zu kontrollieren, mit dem Ziel, diese möglichst schnell zu beseitigen.

Die Erfahrung zeigt allerdings, dass der Versuch, innere Prozesse zu kontrollieren und zu steuern, in der Regel nicht funktioniert. Im Gegenteil verstärkt der Kontrollversuch sogar das Leiden und den Schmerz und führt langfristig zu psychischen und psychosomatischen Beschwerden.

Wenn wir uns sicher fühlen bzw. wenn unsere Umgebung sicher ist, neigen wir unbewusst dazu die Gegenwart langweilig und uninteressant zu finden. Wir  sind unaufmerksam, permanent mit unseren Gedanken über Vergangenheit und Zukunft beschäftigt, nur nicht in der Gegenwart präsent. Wir verpassen die Gelegenheit, die Gegenwart im Hier und Jetzt aktiv mit zu gestalten.

In der ACT trainiert der Klient mittels Achtsamkeitsübungen und Meditation das Bewusstsein zu vergegenwärtigen. Dabei trainiert er im Hier und Jetzt zu sein. Er versucht seine Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen und Handlungsimpulse wertungsfrei wahrzunehmen und zu erleben ohne zu versuchen diese verändern oder beeinflussen zu wollen.

Das Ziel der ACT ist es dem Klienten zu helfen, schicksalhafte Ereignisse und unveränderliche Situationen aktiv anzunehmen und darüber hinaus an der Akzeptanz zu arbeiten, dass schmerzhafte und unangenehme Gefühle und Empfindung zum menschlichen Leben gehören.

Gerade dort wo die meisten therapeutischen Ansätze an ihre Grenzen kommen, greift die ACT an. Sie kennen bestimmt das Gebet „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern die ich ändern kann, und die Weisheit, dass eine vom anderen zu unterscheiden“.